Posted by: Fiona on: Mai 18, 2008
Der Satz war heute in allen Zeitungen zu lesen: “Der Life Ball ist weltweit bekannt und ein gewaltiger Imagegewinn für Österreich”.
Soll das Satire sein? Auf dieses Image, dass wir die bunteste Party der Schwulen haben, kann z. B. ich gerne verzichten. Aidshilfe geht sicher auch anders, als dass sich Männer in Paradieskostümen ihre Natürlichkeit so offen wie möglich ausleben, oder?
Fotos: CMJordan
Toll finde ich, dass auch kranken Kindern geholfen wird. Aber… geht es wirklich nur um HIV oder Helfen? Ich kann es mir anlässlich dieser Bilder nicht vorstellen!
Ich war da, ich hatte ein Styleticket und habe kostümmässig freudig mitgemischt…
Kommentare in der Art “Männer im Paradieskostüm” zeigen, wie nötig diese Veranstaltung ist. Erstens: wäre das Ganze eine gediegene Dinnerparty mit verknorzten Heten im Frack und Kammerorchester – würde jemand darüber reden? Keine Sau. AIDS ist immer noch ein großes Problem, aber da auf RTL ja nicht mehr darüber berichtet wird, ist das Thema in den Köpfen des Durchschnittsmenschen meist nicht mehr existent. Anders läßt sich die steigende Rate der Neuinfektionen (vor allem bei Heteros) wohl kaum erklären. Wer also bunte Tunten im Adamskostüm sehen muß, um überhaupt mal was mitzubekommen – so denn, Schwestern, rein in den Fummel!!!
Zweitens: das offene Homosexualität immer noch ein Aufreger ist, macht einen unverkrampften und offensiven Umgang damit noch nötiger. damit meine ich nicht Oralverkehr in der Öffentlichkeit – aber verstecken muß man sich auch nicht.
Weiters ist der Life Ball auch ein wirtschaftlich wichtiges Event.
Wer sein Österreich nicht als weltoffen und tolerant repräsentiert haben möchte – der klebe sich Schnauzer an und setze die Pickelhaube auf. damit ist ihm vermutlich mittlerweile mehr Aufmerksamkeit als jeder Drag Queen beschert
Nix für ungut. Ich fand´s klasse.
Word.
Vor allem: was ist bitte daran schlimm, wenn junge Männer das sehen und so angetan davon sind, das sie mitmischen wollen? Ein junger mann, der sich vom “Schwulsein” angezogen füht, der IST schwul. Also wenn er nicht zum Life Ball geht, geht er halt woanders hin und ist dort schwul. Nur beim Life Ball geht die Kohle wenigstens dahin, wo es sinnvoll ist.
Fiona, ich glaube eher, du hast ein Problem mit Homosexualität an sich bzw. vielleicht Angst, das dort etwas “unmoralisches” lauert, was deine Kinder gefährdet. Das ist jetzt garnicht böse gemeint. Viele menschen haben das, weil “es” unbekannt ist und deine Sorge als Mama ehrt dich.
Aber glaube mir, ein netter, bunter und offensiver Homo ist keine Bedrohung, weder für deine Kinder, dich oder Österreich. Er kurbelt das Bruttosozialprodukt an, er bringt Geld in die Wirtschaft (die Klamotten sind ja auch teuer^^) und das wichtigste: er liebt. Wen er liebt, ist egal, aber er liebt. Hauptsache, man kann das!
Wenn man persönlich nix für Schrillkram übrig hat, dann ist das so. Aber dann gehe man doch einfach drüber weg. Du möchtest ja auch DEIN Leben leben.
Was machst du denn eigentlich, wenn eins deiner Kinder homo sein sollte?
Das Herz eines liebenden Menschen halt 
Ich bin nur erstaunt, wie hartnäckig sich immer noch das Gerücht hält, man könnte homosexuell “gemacht werden”, weil man “falschen Umgang” pflegt oder “einem was vorgelebt wird”. Man wird nicht schwul, man ist es einfach. Ob die Mama das will oder nicht.^^
Ich frage mich, wie viele von euch selbst Kinder haben?
Wieso habt ihr die arme Frau (Fiona) so aggressiv überfallen? Sie ist einfach nur Mutter, die es sicher nicht leicht hat, immer mehr von dieser verrückten Welt den Kindern zu erklären.
Ich habe nämlich das gleiche Problem! Meine kleine Tochter stellt bereits mit 5 solche Fragen.
Als Mutter darf man schon ein bisschen konservativ sein. Später können die Kinder ihre toleranz Grenze selbst aussuchen.
Zu viel von nackter Haut und jeglicher sexueller Toleranz hat bereits hier zur Lande zu solchen Monstern wie Fritzl geführt, findet ihr nicht?
Lieber Oliver,
es gibt Sachen, die man nicht mit dem Verstand, sonden mit Emotionen empfindet. Es ist ein subjektives Gefühl und KEINER darf mir hier sagen, was ich zu empfinden habe.
Oder leben wir in keiner Demokratie?
Ich bin ebenfalls nicht schwul, denn ich bin kein mann. Aber auch nicht lesbisch. bestenfalls bi. Ich mag diese Einteilung nicht, denn ich bin einfach liebend. Ich kann mich in Männer verlieben und in Frauen, ich brauche kein bestimmtes geschlecht, sondern den richtigen Menschen – und das kann nunmal das eine oder andere oder von mir aus auch das dritte sein. Und ich kann garantieren, das ich nicht von einem Mann enttäuscht wurde und deshalb auch Frauen in Betracht ziehe, sondern ich habe mich schlicht verliebt. Und wer das Gefühl der Liebe jemandem vielleicht nich zutraut, nur weil es nicht “normal” ist, der ist ein mißgünstiger Geselle
Ich habe Fiona nicht angegriffen und ich vermute auch, das sie sich nicht wirklich angegriffen fühlt, denn als erwachsener Mensch halte ich sie für durchaus fähig, in einer Diskussion zu agieren.
Wie ich schon schrieb, ihre Sorge als Mama ehrt sie. Es gibt viele Menschen, denen ihre Kinder wurscht sind. das ist schrecklich traurig und es ist fein, das es Menschen gibt, die ihre Kinder schützen wollen.
Aber mal ehrlich: wovor? Sind homosexuelle menschen potentiell gefährlich? Ist Sexualität grundsätzlich gefährlich? Nein. Meiner Meinung nach nicht. Die Gefahr lauert doch wohl woanders. Sie lauert in sozialer Verwahrlosung, Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit, in Unaufgeklärtheit und Naivität. Ein Kind, welches Fragen in dem Bezug stellt, hat durchaus Anrecht auf eine kindgerechte beantwortung derselben. Ein unaufgeklärtes Kind ist mehr Gefahren ausgestzt als eines, das weiß, wie der hase läuft. Ohne Aufklärung und vorgelebter Akzeptanz alternativer Lebens-und Liebesformen gegenüber wird ein Kind mehr überfordert wie mit. Denn: später alleine die eigenen Grenzen auszutesten, ohne zu verstehen, was denn da eigentlich vor sich geht, ist viel gefährlicher.
außerdem traut man oft seinen Kindern zuwenig zu. Die Kleinen sind gewitzter und toleranter, als man ihnen zutraut. Wir reden ja hier nicht davon, ihnen Pornos zu zeigen. Aber das es auch Männer und Frauen gibt, die andere Männer und Frauen liebhaben, ist doch wohl ne ganz andere geschichte. leute, es geht um liebe und darum, das menschen mitéinander glücklich sind! Wenn eure Kinder sich entscheiden, mit einem gleichgeschlechtlichen Partner glücklich zu sein, dann sollte euch das recht sein, denn das Glück eurer Kinder sollte euer höchstes Gut sein. Ich denke, das ist es auch. Aber ein Kind abzuschotten von der Welt ist falsch verstandener Schutz. Die Kinder, die Plan haben, gehen weder für den Lolli mit dem Onkel noch kommen sie mit nem dicken bauch nach hause. Oder springen ausm fenster, weil sie den Eltern nicht beichten wollen, das sie in ihren Fußballkumpel verliebt sind.
Ich bin auch kein Freund von überbetonter Sexualität und Nacktheit um der Nacktheit willen. Aber diese veranstaltung enstand aus dem kampf gegen eine Krankheit, bei der Sex eine sehr grosse Rolle spielt – und zu transportieren, das auch Sexualität trotzdem gelebt und geliebt werden kann, ist eines der Anliegen dieses Events, meiner meinung nach. Und so mancher scheint ja erst aufzuwachen, wenn er was zu meckern hat….das Ziel des Life Balls ist die leute aufzurütteln. Das gelingt anscheinend!
Mai 18, 2008 um 2:48
Genial, dass du schon die Bilder im Netz hast – ich war auch dort mit meinem Freund also vor dem Rathaus und die Show war wie jedes Jahr einfach nur GENIAL!
Solche Events müssen unterstützt werden und ich bin wirklich stolz darauf dass es so etwas bei uns in Wien gibt!