Posted by: Fiona on: April 30, 2008
Foto: Arual
Das Drama in Österreich um das Amstettener “Horrorhaus” wirft die Frage auf, wie Kinder, die über diverse Medien damit konfrontiert werden, derartiges verarbeiten.
Meine erste Überlegung war, TV und Radio abzudrehen. Ein kurzes Nachdenken brachte mich zur Erkenntnis, dass auch Kinder dem Einfluss der Medien nicht entkommen können. Wenn sie nicht bei uns zu Hause damit in Berührung kommen, dann sicherlich bei Freunden oder auch in der Schule.
Nahe geht den Vorschulkindern mehr das Veresperren hinter Türen. Missbrauch ist für sie noch nicht begreifbar. Manche Kinder entwickeln dadurch Ängste, dass derartiges auch ihnen selber passieren könnte. In diesem Fall sollte man vermitteln, dass es sich hierbei um ein Verbrechen handelt und der mutmaßliche Täter ein Krimineller, vielleicht ein kranker Mann, ist. Damit schafft man eine Abgrenzung zur eigenen Familie. Auch sollte man, um das Kind zu entlasten, darauf hinweisen, dass derartige Vorfälle in der eigenen Familie ein Tabu darstelle. Das Kind muss sich in Sicherheit wiegen können und sich zuhause wohl fühlen.
In der Pubertät, aber auch schon bei Neun- oder Zehnjährigen, ist Sexualität bereits ein Thema. Da sollte man je nach Alter des Kindes versuchen zu erklären, dass es um ein Verbrechen geht und die eigene Familie davon nie betroffen sein wird.
[...] darauf kommt es an! [weitere Blog-Beiträge zum Thema: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, [...]
Ich denke auch das man heutzutage seine Kinder vor solchen Berichten nicht mehr schützen kann, egal wie schlimm sie auch sein mögen. Schließlich wird ja immer und überall darüber berichtet. Selbst wenn Kinder nichts von den Nachrichten und Zeitungsberichten mitbekommen, ist es ja auch in aller Munde.
Mai 2, 2008 um 10:27
Ich denke, das einzige, was Kinder wirklich schützt, sind lange und intensive Gespräche und eine ALTERSgerechte Aufklärung.
Ich bin immer wieder überrascht, wieviel heute schon Volksschulkinder vom Alltagsgeschehen wissen. Man hört sie selbst in der Staßenbahn über die Geschehnisse in Amstetten sprechen. Das Ausschalten der Info-Medien bringt daher gar nichts. Hype-Meldungen sind natürlich zu vermeiden, sie verursachen Angst. Aber ein gemeinsames Anschauen der Nachrichten und ein danach folgendes Gespräch um die Dinge wieder ins rechte Lot zu rücken, scheint mir richtig.
Wir leben nun einmal im Informationszeitalter und man kann Kinder heute nicht mehr davon fern halten.