Dokumentationen, Zeichentricks und Filme der Kinder- & Jugendreihe

April 2, 2008

Viel Spielzeug = Verwöhnte Kinder?

Gespeichert unter: Kinder — Schlagworte: , — Fiona @ 5:55

 Foto: Ozma

Ständig höre ich den Satz:  „Früher war alles anders, früher waren die Kinder braver, sie gehorchten  mehr“ und und und… 

Weshalb ist das so? Früher war die Mutter meist zu Hause und kümmerte sich  um die Kinder. Die heutigen Mütter wollen aber mehr als  nur Windeln wechseln und Kinder hüten.  

Leider kommen sehr viele Kinder in der heutigen Zeit zu kurz, da Mütter großteils berufstätig sind. Die Kinder fangen an zu nörgeln, sind unruhig und zappelig. Die Eltern haben dadurch ein schlechtes Gewissen und überhäufen Kinder mit materiellen Gegenständen. 

Ist das Falsch? Ich denke, ja… denn die heutigen Kinder haben leider zu viel. Sie leben im Überschuss und wissen vor lauter Spielzeug gar nicht mehr, mit was sie sich beschäftigen sollen. Man hilft den Kindern auf diesem Wege  gar nicht, denn sie schätzen dadurch das Spielzeug immer weniger. Vieles geht kaputt, was Eltern sehr verärgert. 

Ich probiere meinen Kleinen zu erklären, dass es sehr viele Kinder auf dieser Erde gibt, die gar nichts besitzen. Meine Kinder haben zwar auch viel Spielzeug, jedoch teilen sie es mit anderen, was mich sehr stolz macht. Wir haben unser Spielzeug nämlich aussortiert und werden nun armen Kindern eine Freude damit bereiten. 

Eines muss ich nun lernen: Den Kindern nicht jeden Wunsch von der Nase abzulesen. Ich denke, es sollten von Anfang an Grenzen gezogen werden, d.h., nicht jeder Kinderwunsch darf erfüllt werde. Kinder finden sich im Leben viel besser zurecht, wenn sie gelernt haben, dass man manchmal verzichten muss und auch Bedürfnisse von anderen eine Rolle spielen. Kindern sollte zugetraut werden, kleinere Schwierigkeiten und Streitereien selbst zu lösen. Das alte Motto: „Aus Fehlern lernt man!“, hat noch nicht ausgedient.

Weiterführende Infos findet ihr hier: Familienhandbuch.de, Starke-Eltern.de 

7 Kommentare »

  1. Zunächst muss ich zugeben, dass die Aussagen im Artikel mit den Aussagen meiner Eltern damals eins zu eins übereinstimmen :-) Da sie mir immer beibringen wollten, das zu schätzen,was ich hab!“

    Wie auch immer doch man darf eins nicht vegessen, dass man es nicht zu sehr übertreiben sollte ist schon klar. Doch sehr viele Eltern wollen den „Armut“ oder den Mangel, den sie zu ihrer Zeit hatten ihren Kindern nicht antun bzw. ihnen dieses Gefühl nicht geben. Von da her kann man die Elternpaare auch nicht wirklich beschuldigen.

    Die Spende an die armen Kindern find ich eine super Idee! Ich gebe meine Kleidung die ich nicht mehr anziehe auch immer wieder gerne zur kleidersammlung.

    Kommentar von Laila — April 7, 2008 @ 9:31

  2. Ein lesenswerverter Beitrag!

    Obwohl ich selbst noch keine Kinder haben, ist Erziehung für mich schon immer ein großes und wichtiges Thema gewesen.
    Ich habe mal einen Beitrag dazu in meinem Blog verfasst und bin gespannt auf deine Meinung:
    http://1000petals.wordpress.com/2008/01/02/makarenko-the-jewel-of-education/

    DANKE! :)

    Kommentar von axinia — April 8, 2008 @ 4:52

  3. hi! zu diesem Beitrag kann ich eine kleine nette Geschichte erzählen!
    Da gab es einen Jungen in meiner Nachbarschaft, der von seinen Eltern seit seiner Geburt auf goldenen Tellern getragen wurde! Er bekam alles, was er sich wünschte! Nicht nur von seinen Eltern, sondern auch von seinen Großeltern!
    Als er 10 Jahre alt war, konnte kein Kind zu ihm spielen kommen, ohne das es nicht alles tun musste, was jener Junge wollte!
    Mit 12 Jahren wurde ihm noch immer die Schultasche von seiner Großmutter getragen!
    Mit 14 Jahren wurden ihm noch immer die Schuhe von seiner Mutter zugeschnürrt!
    Mit 15 Jahren rebellierte er!
    Mit 16 Jahren konnte er, als er nach Wien kam um in eine Schule zu gehen, sich nichts kochen, sich nicht organisieren und wurde maßlos enttäuscht, als er plötzlich nicht mehr alles bekam. Er fing an Tabletten mit Schnaps zu schlucken und Drogen zu nehmen!
    Nach einer langen Zeit des Übels machte er mit 28 Jahren die Matura nach! Er wohnt noch immer zu Hause!
    Das ist tatsächlich war und ich war diesem Jungen immer neidisch, da er, als wir klein waren, immer alles bekam!
    Ein schönes Negativbeispiel, wie man seine Kinder nicht erziehen soll!!!

    Kommentar von derKleinePrinz — April 8, 2008 @ 7:37

  4. hm, ein wichtiges thema wie ich finde und interessant auch noch dazu.
    ich selbst hatte nie viele spielsachen da es sich meine eltern einfach nicht leisten konnten. ein paar duplo-steinchen, ein paar puppen das wars dann aber schon.
    achja, einen bagger hatte ich auch;=)
    aber ich finde auch dass kinder nicht soviele spielsachen brauchen sondern mehr zuwendung von ihren eltern die mit ihnen raus gehen, spannende sachen erleben, die welt und die natur kennenlernen und sich selbst.
    ausserdem finde ich auch, das es von der qualität der spielzeuge anhängt.
    zum beispiel würde ich meinem kind nie plastikwaffen oder kriegszeug kaufen, da stehe ich einfach nicht dahinter und verweigere so etwas absolut.

    Kommentar von mshisha — April 8, 2008 @ 8:13

  5. Ja, aber das Problem ist, dass die Eltern keine Zeit für Kinder haben, deswegen kriegen die viel Spielzeug. Da ist nix mit unternehmen und zusammen viel erleben. Theoretisch. Praktisch geht es natürlich, man muss nur richtig die Prioritäten setzen.

    Man darf auch nicht vergessen, das was man dem Kind jetzt gibt, das kriegt man später selbst zurück. Das heisst, wenn das Kind vernachlässigt wird, sollen sich die Eltern nicht wundern, dass sie im Alter von dem Kind vernachlässigt werden! Ein Kreis, Gesetz der Natur, psychologische Betrachtung, empirische Beobachtung – egal wie man es nennt, es kommt dasselbe raus.

    Was Plastikwaffen oder Kriegzeug betrifft, da bin ich mit dir einer Meinung. Entwicklungsspiele – was anderes findet man nicht in unseren Kasten.

    Kommentar von Fiona — April 9, 2008 @ 10:57

  6. @derKleinePrinz
    Trauriges Beispiel. Man trifft immer wieder solche Menschen. Manchmal denke ich, richtige Erziehnug soll man den zukünftigen Eltern in einem Kurs beibringen, keine Ahnung wie, vielleicht eine Art „Zwangskurs“ einführen, jede Schwangere Frau im 6en Monat soll die Erzihungsgrundlagen lernen, damit mindestens solche groben Fehler wie du beschrieben hast, nicht passieren! Klar wollten in von dir beschriebenen Fall die Eltern das Beste für das Kind, aber sie ahnten nicht ein mal, was für gravierenden Folgen es haben könnte. Sogar beschuldigen der Eltern kann man in dem Fall nicht…

    Kommentar von Fiona — April 9, 2008 @ 11:04

  7. Ich möchte „Verwöhnen“ gern mal von einer anderen Seite bringen, und finde unter diesem Verständnis, da jedes Kind sehr verwöhnt werden sollte. Verwöhnen ist für mich, dass man zum Kind fast immer herzlich und humorvoll ist. Das man Spaß in sein Leben bringt, dass man es streichelt und ihm zeigt dass er/sie für einen der beste Sohn oder die beste Tochter auf der Welt ist. Verwöhnen heißt, nicht immer unter dem Deckmantel von „Das Kind muss zur Selbständigkeit erzogen werden“, das Kind alles alleine machen zu lassen. Na klar, kann es sich bald sein Marmeladebrot selbst schmieren, aber ist es nicht ein besonderes Gefühl von Geborgenheit, dass ihm vermittelt wird, wenn die Mamma es schmiert?
    Ich glaube, das man wenn man erwachsen ist, seinen Kindern, das gibt, was man selbst erhalten hat. Also Kinder, die mit den Eltern oft im Museum waren, werden das später auch so mit ihren Kindern machen, Kinder, die eher oft schwimmen waren, oder oft mit den Eltern wandern gingen, werden auch grad das an ihre eigenen Kinder weitergeben. Kinder, die vernachlässigt wurden, werden, wenn sie sich den Kreislauf nicht aktiv bewusst machen und dagegen arbeiten, ihre Kinder ebenfalls vernachlässigen. Kinder die mit den Eltern oft die Großeltern besucht haben, werden das dann mit ihren eigenen auch tun. Es ist schon sonderbar, was Kinder ihren Eltern alles abschauen. Eigentlich ist ein Kind wie ein leerer Rucksack: Wir müssen alles reinpacken, was es in Zukunft auspacken können muss.

    Kommentar von Miriam — April 14, 2008 @ 6:41


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